All we have to do: Kunst rauslassen!

Der Weg zur Guten Hoffnung

Blitzschnell haben sie mich fixiert: Zwei kleine Mädchen mit Zöpfen und Zottelpony, die bis eben noch aus Schaumstoffwürfeln, Trapezen und Halbrundsäulen ihr Reich vor das bodentiefe Fenster gebaut haben. Aus der Neuapostolischen Kindertagesstätte NAKiTa folgen sie mir mit Nasen an der Scheibe, den ganzen Fußweg „An der Guten Hoffnung“ entlang, bis ich mit meinem Sohn in der Trage das Seniorenzentrum Gute Hoffnung leben und wohnen erreicht habe. Hier ereignet sich heute am 29. Oktober 2015 das „2. Sterkrader Symposium über quartiersnahe Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz“.

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Jahresgruß 2016

Es ist dort, wo sich mir die Frage nach ihm nicht stellt.
Dass ich ‚so‘ sein darf, ist seine Selbstverständlichkeit.
Ein dem anderen ganz zugewandtes Interesse kann ich, nur von ihm aus,
wagen. Es für mich zu wissen, macht mich immer wieder
neugierig: „Wer bist Du?“, „Wohin führt Dein Weg?“.
Es lässt mir Begegnungen bereichernd sein und in gute Wendungen
vertrauen. Zuversicht liegt in ihm selbst begründet. Und sie macht es
zu etwas Unzerstörbarem, für –
mich.

Mein Zuhause ist dort, wo ich sein will. Wo ich sein zu wollen dürfen muss, wenn ich es selbst vielleicht nicht mehr kann. Das Quartier lebt aus dieser Guten Hoffnung. Es von Zeit zu Zeit selbst genauer zu betrachten, schöpft Kräfte und hebt Schätze für die Zukunft.

 für die Gute Hoffnung leben und wohnen Oberhausen

Ohne das Heute für schlechter zu halten, als ‚früher war alles…‘ gewesen ist.

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„Also WIR hätten nicht mit unseren Hosen auf dem Fußboden rutschen dürfen!“, poltert Rosemarie gleich los, in einer Mischung aus Empörung und Neid, als sie zwei kleine Jungen beobachtet, die mit vollem Einsatz ihrer kleinen Körper noch kleinere Matchbox-Autos vor sich her schubsen, kniend und rutschend, immer feste über das Industrieparkett. Eine zweijährige Locke und eine Zahnlücke von elf Jahren flitzen heute durch das Erzählcafé des Café Bistro Jahreszeiten, weil sich zu den üblichen Gesprächen, zu Kaffee mit Erinnerung, der Nikolaus angekündigt hat.

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Maria spielen, wenn die Rolle noch zu haben ist!

Ursula lebte nach dem Krieg lange Zeit in Manchester, „unten, an der Südküste“. Die Firma schickte ihren Mann mit Anfang Zwanzig nach England, wo das Paar gleich Anschluss an seine Kirchengemeinde fand. Andere Deutsche, manche von ihnen Kriegsgefangene, blieben mit ihnen im United Kingdom. Sie alle haben aus einer Situation ihre neue Heimat gemacht.

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Nicht mehr wegen Manhattan

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Über ‚Christmas in New York City‘ als Plattitüde zu sprechen, ist Plattitüde ist Plattitüde ist Plattitüde, die jedem zu gehören scheint. Jedem, der noch zwischen den Feiertagen im Dezember Unterhaltungsshows folgt oder Grußkarten sendet. Doch aus Wilmas Mund klingen die geflügelten Worte über die Festzeit vor amerikanischer Kulisse so aufrichtig, so genussvoll erlebt, dass alle der reiselustigen Oberhausenerin und ihren Reiseerinnerungen aus den späten 80er-Jahren gespannt folgen.

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ein.streu…seln….. . .

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Bis jetzt sind wir zwanzig. Überwiegend Sterkrader, aber auch Engländer, Duisburg-Neumühler, und Sauerländer, Mülheimer, Essener und echte Steiger. Wir treffen uns ein Mal im Monat zum Erzählcafé ‚Streuselkranz‘, um zu erzählen…

Hier im Gute Hoffnung leben und wohnen-Zentrum ist unsere Runde mal größer und mal kleiner, finden sich jeden vierten Samstag all jene ein, die anderen begegnen und sich austauschen wollen.

Im Café Bistro Jahreszeiten treffen wir 31 bis 96-Jährige uns, Männer und Frauen des Quartiers und Zugezogene. Wir versammeln uns um kleine Tische, und sammeln alte Bilder und neue Eindrücke: vom Sockenstopfen, Muckefuckkochen und von gleichberechtigt gelebter Selbstständigkeit mit Kind; von den Kriegsjahren, den Tagen nach der „Kapitulation“ und unserem digitalen Zeitalter; vom Weisswäschekochen, Sockenstopfen und davon, wie es heute ist, Sterkrader_in zu sein. Von Reisen zwischen Ost und West und der Europäischen Union, vom Flüchten, modernem Fußball, einer Mineralsteinsammlung und den Peep Shows der 90er-Jahre.

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Die Blagen des Reviers

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„Walda“ habe ihre Mutter irgendwo aufgeschnappt. Der weiche und doch standfeste Mädchenname gehörte zu blonden Haaren und teichblauen Augen. Augen, die Kreuzspinnen verfolgt haben, wie sie so ihre Wege über den nackten Kinderoberschenkel krabbelten. Augen, die auch schon mal noch blauer werden konnten rund um die Brauen, wenn Walda wieder einmal den sausenden Fäustchen der Nachbarsjungen in einem selbstgebauten Boxring stoisch die Wangenknochen hinhielt.

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